Fotos aus dem Herzen – Interview mit Christian Krauß

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Christian Krauß, junge 21, aus Dresden studiert Kunstgeschichte. Doch nicht nur die alte Kunst interessiert ihn, sondern auch die ganz neue. Die eigene Kunst, die er erschafft. Ich hab ihn mal gefragt, wie er das so mit dem Fotografieren sieht.

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Im Urlaub war ich immer derjenige, der die Fotos gemacht hat. Damals natürlich noch mit Digitalkamera. Die Fotos habe ich auch dann bearbeitet. Irgendwann hat mir die Digicam einfach nicht mehr ausgereicht. Also habe ich Geld gespart und mir eine Spiegelreflexkamera geleistet.

Was fotografierst du am liebsten?

Momentan Personen, weil ich gern Menschen glücklich machen möchte, indem ich ihnen Bilder gebe, auf denen sie sie selbst sind. Ich möchte die Menschen nicht verfremden, sondern sie so darstellen, wie sie sind. Die Menschen sollen sich wiedererkennen. Es macht mir große Freude, wenn ich sehe, dass die Menschen sich über meine Bilder freuen. Ansonsten laufe ich auch gern durch die Gegend, mit Musik im Ohr und lasse mich von dem inspirieren, was mir entgegen kommt. Das kann von Architektur bis Natur alles sein.

Du fotografierst relativ viel in schwarz-weiß. Hat das einen Grund?

Ja, schon. Ich finde, schwarz-weiß kann besser wirken als Farbe. Natürlich ist das vom Motiv abhängig. Ich mochte den Stil von schwarz-weiß Fotos immer schon sehr. Wenn ich persönliche Erlebnisse in meinen Fotos verarbeite, benutze ich lieber schwarz-weiß. Ich finde, Farbe lenkt oft vom Motiv ab – das ist natürlich subjektiv. Schwarz-weiß konzentriert eher auf das Wesentliche im Bild. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen.

Fotografierst du lieber digital oder analog?

Ich fotografiere lieber digital momentan. Klar ist die Bearbeitung auch in analog möglich, aber bei Personen finde ich es entspannter die Bilder digital zu bearbeiten. Auch die Sache mit den Abzügen ist dann einfacher.

Ist Equipment wichtig?

Die Technik ist schon wichtig um bestimmte Effekte besser erzielen zu können. Aber das Wichtigste ist immer noch das Auge. Ein guter Fotograf macht gute Fotos und möchte trotzdem nicht auf seine Technik verzichten. Auch für Aufträge ist die Qualität einfach wichtig. Mit simplen Digitalkameras kann man eben nicht die hohe Qualität erreichen. Außerdem bin ich kein Fan von zu starker Bearbeitung, ich versuche immer die gewünschten Effekte schon von der Kamera aus zu erschaffen. Die Fotos sollten schon beim Fotografieren so sein, wie sie sollen, ohne ewige Nachbearbeitung. Ich arbeite fast nur draußen und möchte vor allem das Licht nutzen, was die Natur hergibt. Das ist natürlich eine Herausforderung, aber die meistere ich gern. Bei Portraitfotografie nutze ich auch einen Reflektor. So bleibt meiner Meinung nach die Natürlichkeit der Person bewahrt, wenn sie nicht in künstliches Studiolicht gestellt wird.

Gibt es ein Motiv, dass immer wieder auftaucht in deinen Bildern? Und Warum?

Ja, das Motiv des fliegenden Vogels. Es symbolisiert Freiheit. Aber mit der Möglichkeit zu Landen und neue Dinge zu entdecken. Ich würde gern mehr rumkommen in der Welt und meine Freiheit auskosten. Die Möwe ist für mich „der“ Vogel. Das hat ästhetische Gründe. Die Formgebung ist schön, die Verbindung zum Meer, das Gefühl von Meeresnähe. Außerdem kommt auch der Baum recht häufig vor. Er gibt einem das Gefühl von festsitzen und die Bindung zu einem Standort. Trotzdem ist er in Bewegung, wenn der Wind durch seine Äste fährt. Ich selbst bin auch an einen Standort gebunden, durch meine Familie und mein Studium, trotzdem habe ich den Freiheitsdrang, wie die Möwe.

Wo willst du hin?

Hauptberuflich Fotograf zu sein ist schwierig, die Fülle an Fotografen ist unendlich groß. Allerdings möchte ich keine Ausweisfotos machen oder Schulklassen fotografieren. Ich möchte eher ein Künstler sein und mir das auch bewahren. Mein Traum ist es, eine Ausstellung zu haben, auch in einer kleinen Galerie. Ich möchte den Leuten meine Kunst zeigen, mein primäres Ziel ist es nicht, Geld zu verdienen, sondern den Menschen meine Kunst nahe zu bringen. Viele Fotografen sind keine Künstler mehr, sondern Dienstleister, des Geldes wegen. Ich finde es traurig, die Kunstform der Fotografie nicht mehr als solche zu sehen. Viele Fotografen sind technisch perfekt, aber die künstlerische Absicht geht verloren. Ihre Bilder haben keine Aussage mehr.

Danke!

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