Melt! Festival 2014 – 4 Tage Schwitzen und Tanzen

Kategorien Travel

Nachdem 2012 mein Festival-Jahr war und ich es mit 3 Festivals maßlos übertrieben habe, habe ich 2013 schon daraus gelernt und nur eines besucht. Das Hurricane. Dieses Jahr entschied ich mich aber für das Melt!

Warum das Melt! ?

Es ist kleiner als das Hurricane, es ist viel näher dran (Ferropolis! In der Nähe von Gräfenhainichen, nur eine Stunde von Leipzig weg), es hat ein tolles Line-Up, es ist Elektro!, es liegt an einem See. Viele Gründe FÜR das Melt! Es gibt auch einige dagegen: die Häufigkeit der Drogen zum Beispiel. Aber die kann man gut umgehen. Außerdem gab es dieses Jahr zum ersten Mal ein Green Camp auf dem Melt! welches wir natürlich direkt ausprobiert haben.

Das Line-Up

Hier könnt ihr das komplette Line-Up sehen, meine Favoriten waren aber folgende:

HAIM

Fuck Buttons

(Mein absolutes Lieblingslied von denen!)

Röyksopp and Robyn Do It Again

Aber auch einzeln super zu empfehlen!

FM Belfast

Dillon

Milky Chance

Metronomy

WhoMadeWho

Mighty Oaks

Elliphant

Moderat

Portishead

Zwar ein Mashup mit Massive Attack, aber trotzdem irre gut.

Das Campen

4 Tage Schwitzen hieß es! 36 Grad und heißer in der Sonne und auf dem Zeltplatz kein Schatten. Wir bauten uns was schönes aus dem Pavillon und unserem Planschbecken. Jeden Morgen wurden wir recht zeitig aus dem Zelt geworfen, einfach weil es unerträglich heiß wurde. Der See war nicht weit und mit der Luftmatratze auf dem kühlen Nass zu schweben, war einfach suuuuper entspannend! Wie Urlaub!

Braun bin ich auch geworden, der Sonne konnte man eben einfach nicht entgehen. Das war manchmal weniger lustig. Aber Spritzpistolen halfen gut ;)

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Das GreenCamp hatte noch einige Kinderkrankheiten, war aber sonst ganz ok. Man kann sich ja nur verbessern. Die Leute waren alle ziemlich dufte drauf und wir wurden auch nur am ersten Tag zwei mal gefragt ob wir Drogen kaufen wollen würden. Wie gesagt, man kann denen gut aus dem Weg gehen, auch wenn man überall Opfer rumlaufen, oder eher torkeln, sieht.

Das schöne am Melt ist, dass es sehr international ist. Viele Niederländer, Engländer, Franzosen. Alles dabei. Und das macht es auch irgendwie so spannend. Man weiß nie, welche Sprache der nächste spricht.

Das Festivalgelände

2 Kilometer vom Zeltplatz entfernt war dann der Ort der Musik. Der Sleeplessfloor hat immer auf und bringt permanent Musik. Drauf war ich kein einziges Mal. Jeden Tag gab es mein persönliches Highlight. Am liebsten hätte ich mir noch viel mehr angesehen, aber mehr als meine Favoriten hab ich einfach nicht geschafft. Schade.

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Donnerstag war die Pre-Party, leider im Intro Tent, weswegen das ganze irre heiß war. Littel Dragon hatte eine furchtbare Akkustik, Bonaparte war dann einfach nicht mein Ding. Die Leute waren aber auch.. naja, gut drauf. Als alle mit ihren Ellenbogen auf meinen Kopf hüpften, verschwand ich recht schnell aus der Menge. Ich war fertig vom Tag, Auto fahren, Hitze, Zeug schleppen, meine Schultern waren kaputt, die Füße ebenfalls, die Hitze gab meinem Kopf den Rest.

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Freitag gings mir schon besser. Haim war ganz nett, wir standen aber recht weit hinten. Die Fuck Buttons waren nur einer, weil der andere krank war. Dafür an der Desperados Stage, am Strand. Irre Sound! Mein Lieblingslied (siehe oben) gab mir Gänsehaut. Direkt danach wurde The Knife gespielt! Whooo! Daas Highlight war dann noch Robyn und Röyksopp. Zwei Stunden lang. Eine Stunde Röyksopp eine Stunde Robyn und gegen Ende beide zusammen. Super tolle Show, echt genial! Aber da es schon 2 Uhr nachts war, gaben meine Füße auch hier am Ende auf und das letzte Lied tanzte ich im sitzen mit.

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Samstag wurde es immer und immer heißer und auch die Dusche half NICHTS (da doppelt so heiß). Musikalisch ging es mit FM Belfast los, kaum was los, aber die Leute rockten alles weg auf der Mainstage. Dillon war ganz nett, wenn auch sehr schüchtern. Milky Chance war… nun ja. Es hört sich irgendwie immer alles gleich an bei denen ^^‘ Bei Metronomy schlief ich fast ein, langer Tag und Hitze und so. Nach einem kurzen Spaziergang zum Strand war ich aber wieder wach für mein persönliches Festival-Highlight: WhoMadeWho! Bis 3:45 Uhr rockten die beiden Jungs die Mainstage und OMG es war so toll! Schade, dass ich die Songs erst jetzt mitsingen kann.

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Sonntag war dann der heißeste Tag (dass das überhaupt ging) und der Abstecher in den See war wundervoll. Schon Nachmittags ging es zu den Mighty Oaks, die ganz witzig waren, aber es war einfach zu unerträglich heiß. Elliphant war dann total in der Sonne, aber die freiwilligen Helferlein versorgten uns in der ersten Reihe mit Wasser <3 Elliphants Musik war cool, die Person an sich ein bisschen... zu aufgesetzt. Aber endlich kam mal ein bisschen Dubstep! Tanzen! Who! 2012 war das noch ganz anders auf dem Melt, da konnte man sich vor Dubstep nicht retten :) Dann ging es nochmal zurück auf den Zeltplatz zum Essen. Erst gegen Abend schauten wir uns Moderat an, die mit meinem Lieblingssong (siehe oben) eröffneten. Toll! So laut zu dem Song mit zu tanzen war unglaublich. Danach gab es noch eine Portion Portishead, da wechselten Müdigkeit mit Fußschmerzen und ich hielt nicht bis 1 Uhr durch. Schließlich wollte ich am nächsten Tag heimfahren. 2014-07-20 00.53.16

Montag blieb uns die große Hitze erspart. Trotzdem brauchten wir ewig um unsere Sachen zum Auto zu bringen und starben dabei mehrere Tode. Beim Nach hause fahren nahmen wir dann ein super Unwetter mit. Immerhin brachte uns der Pfand massig Kohle. Zuhause wartete die Dusche und das saubere Bett!

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Fazit

Melt! Ich mag dich! Nächstes Jahr gerne wieder. Mit ein paar Optimierungen. Aber ein so entspanntes Festival ist einfach toll. Die Wege sind auf dem Festivalgelände an sich, wirklich kurz und toll. So kann man auch mal mittendrin die Stage wechseln. Das Essen ist zwar teuer wie überall, aber dafür gibt es super Auswahl! Vegetarisch, Vegan oder der gute alte Pizza Mario. Auf dem Gelände sind die Klos kostenlos, auf dem Zelplatz 50 Cent. Lohnt sich aber immer. Die Location war wie immer Bombe. Ich freue mich auf 2015!

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Dieser Post wurde ursprünglich auf Nepheliad veröffentlicht.