Die Bali-Rundreise – Part 2

0 Frangipani

Willkommen im Paradies!

Unser erstes Hotel La House, was wir dann doch erst kurz vor der Abreise in Deutschland buchten, hatte uns nicht enttäuscht. Ein super idyllischer Innenhof mit Swimming Pool. Zum ersten Mal sehe ich die Westindische Frangipani in natura. Bäume mit wunderschönen weiß-gelben Blüten.

1 Strand von Semyniak

2 Strandcafé von Semyniak

Viele Touristen, viele Geschäfte und noch mehr Gehupe.

Die ersten Tage haben wir vor allem in Strandnähe genossen. Semyniak geht fast nahtlos in das benachbarte Legian und Kuta über. Zusammen bilden die drei Orte das Ballungszentrum Balis. Viele Touristen, viele Geschäfte und noch mehr Gehupe. Auch wenn sich Kuta durch ein völlig überlaufenes Stadtzentrum auszeichnet, ist der Strand doch traumhaft schön und vor allem überraschend sauber!

4 Strand in Kuta

5 Strand in Kuta

An der Hauptstraße reiht sich ein Restaurant an das Nächste. Genauso verhält es sich mit den Clubs und Diskotheken. Ist halt eine Partystadt. Also why not. Fast unvorstellbar, dass sich hier im Jahr 2002 ein schlimmes Bombenattentat abgespielt hat, bei dem 202 Menschen getötet wurden – hauptsächlich Australier. Ein Denkmal erinnert an das tragische Ereignis. Auch das Fischerdörfchen Jimberan haben wir uns angesehen. Der Ort ist vor allem für seine schönen Sonnenuntergänge bekannt.

6 Fischerdorf Jimberan

7 am Strand von Jimberan

8 Sonnenuntergang in Jimberan

3 Denkmal in Kuta

Ab in den Dschungel

Nach drei Tagen verließen wir den Süden der Insel und reisten weiter in den Dschungel – nach Ubud. Ja, Eat Pray Love lässt grüßen. In der kleinen Hippie-Kunst-Stadt haben wir ein recht zentral gelegenes Hotel gefunden – Bumi Muwa. Keine 5 Minuten zu Fuß entfernt vom berühmten Monkey Forest. Für diesen Wald sei die ein oder andere Verhaltensregel ans Herz gelegt, wenn man nicht unbedingt von einem Makaken angesprungen werden möchte. Einerseits wird davor geraten, die Tiere auf keinen Fall zu füttern, doch findet man schon gleich in der Nähe des Eingangs die ersten Verkaufsstände. Wo auch Touristen sind, man möchte Geld heraus schlagen. Eine Tatsache, an die wir uns wohl (leider) gewöhnen mussten. Was mich immer wieder verblüfft: Wie dumm Menschen sein können. Am besten noch mit Händen und Kamera direkt vorm Gesicht der Affen rumwedeln. Die können echt froh sein, dass überall „Aufpasser“ stehen. Aber eigentlich müssten solche Leute auch mal bestraft werden.

Von den Tieren mal abgesehen, kann der Monkey Forest so einiges Tolles bieten: Die Fauna ist auf jeden Fall atemberaubend schön. Riesige Bäume, mit einem mega Umfang und haufenweise Lianen – sogenannte Banyan-Bäume! Palmen. Und viele weitere ungewöhnliche Dschungelgewächse. Brücken und natürlich Tempelanlagen durften nicht fehlen. Wie so ein kleiner Urwald, in dem man sich befindet.

9 Eingang vom Monkey Forest

10 Äffchen mit Kokusnuss

11 Körperpflege

12 Junger Makake im Monkey Forest

13 Banyan Baum

14 Essenszeit

15 im Monkey Forest

16 Tempel im Monkey Forest

17 im Monkey Forest

18 Brücke im Monkey Forest

Ubud ist allemal ein Besuch wert. So gut wie alle must-see Sachen liegen verteilt an den zwei sich kreuzenden Hauptstraßen. Und da ist was los kann ich euch sagen. Wir haben aber auch festgestellt, dass das Handeln hier eine noch größere Herausforderung darstellt, da man nicht mal ansatzweise an seinen gewünschten Handelspreis herankommt und somit meist als Verlierer das Geschäft verlässt. Wir hatten es speziell auf die Tempeltücher abgesehen – den sogenannten Sarongs. Auf dem Basar der Raya Ubud sind wir schließlich fündig geworden.

19 Basar Raya Ubud

Hier gibt es eine riesige Auswahl. Die Sarongs bedecken im Übrigen komplett die Beine. Es sieht tatsächlich wie so ein Wickelrock aus und je nach Geschlecht müssen sie auf Tempelanlagen entsprechend getragen werden. Während sich die Frauen den Knoten an der linken Seite binden, ist es bei den Männern dagegen vorne.

Innerhalb des Ortes schwärmt man sehr von dem Lotus-Teich mit dem angrenzenden Lotus-Café. Nur leider war es im November (eigentlich Beginn der Regenzeit) so krass heiß dort, dass man die Schönheit der Lotus-Blüten nur erahnen konnte. Alles war so vertrocknet. Schade!

Als Kunstliebhaber musste ich natürlich auch in ein Museum. Bei der doch recht großen Auswahl ist es dann das Puri Lukisan geworden – ein Museum zur balinesischen Kunst. Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen unterschiedlicher Epochen werden hier ausgestellt, verteilt auf mehrere Häuser. Ein schön gepflegter Garten, in dem man zwischendurch entspannen kann, komplettiert die Museumsanlage. Mir ließ allerdings die Hängung von Objekten die Haare zu Berge stehen. Da schaukeln die Gemälde an der Wand hin und her, weil sie von den Ventilatoren zu stark angepustet werden. Bei Beschilderungen fehlten auch mal die ein oder anderen Informationen. Aber das Beste war immer noch die eine jahrhundertealte Zeichnung, die am Ende einfach mal ein Stück eingeknickt wurde, damit es noch in den dafür vorgesehenen Rahmen passte. Kann man natürlich überhaupt nicht mit europäischen Standards vergleichen. Aber eins muss man den Balinesen lassen: Sie beweisen in ihrer Kunst, dass sie Sinn für Humor haben. Das gefällt mir!

20 im Garten von Puri Lukisan Ubud

21 im Garten von Puri Lukisan Ubud

22 im Garten von Puri Lukisan Ubud

Was für ein Trampelpfad… aber wir folgten ihm.

Mein absolutes Highlight in Ubud waren allerdings die etwas im Hinterland liegenden, aber dennoch zu Fuß super erreichbaren, Reisfelder. Noch dazu waren die Reisfelder bei Ubud die ersten, die ich je zu Gesicht bekam. Unweit des Puri Lukisan, direkt an der Hauptstraße, stand es kleines unscheinbares Schild: „To the rice fields“. Was für ein Trampelpfad…aber wir folgten ihm.

23 auf dem Weg zu den Reisfeldern bei Ubud

Und nach ca 5-10 Minuten wurden wir mit einem idyllischen Ausblick belohnt. Eigentlich wird einem im Reiseführer immer wieder gern der kleine Ort Petulu empfohlen, wo man angeblich den besten Blick auf Reisfelder- und terrassen haben soll. Aber das ist auch so ein Touristending. Dort landen täglich gegen 18 Uhr Scharen von weißen Reihern, was wohl in Kombination mit den Reisfeldern besonders toll sein soll. Aber natürlich wird für dieses Naturschauspiel mal wieder Geld verlangt. Also nicht Petulu. Es sind auch außer uns vielleicht noch fünf weitere Touristen dem Hinweis des Schildes von der Hauptstraße gefolgt. Ansonsten begegneten wir nur Einheimischen. Es herrschte eine voll friedliche Abendstimmung. Und siehe da, einige von den weißen Reihern statteten auch hier den Feldern einen kleinen Besuch ab. Wir folgten den „Main Path“, entlang der Reisfelder und beobachteten die Reisbauern bei ihrer täglichen Arbeit.

24 Reisfelder bei Ubud

25 Reisfelder bei Ubud

26 Reisfelder bei Ubud

27 Reisfelder bei Ubud

28 Reisfelder bei Ubud

29. Reisbauer bei der Arbeit bei Ubud

Ein Sack voll Reis

Bei der Ernte des Reises packen die Bauern jeweils ein Büschel und schneiden es mit der Sense ab. Wenn genügend zusammen gekommen ist, folgt der nächste Schritt: Das Reiskorn wird mit Hilfe einer Maschine von der übrigen Pflanze getrennt. Die einzelnen losen Reiskörner springen aus der einen Seite heraus und werden in einem ausgebreiteten Leinensack aufgefangen. Eine Person schaufelt sich die entsprechende Menge Reis für einen Sack zusammen und näht anschließend den Sack mit der neu gewonnen Ware. Was für ein anstrengender Job. Wahnsinn. Und wir live dabei. Sobald ein Feld abgeerntet ist, wird es verbrannt und anschließend zum Düngen verwendet. Ein ewiger Kreislauf. So wird auch nichts verschwendet. Wie clever. Ein alter Reisbauer gesellte sich nach seinem Feierabend zu uns und erzählte die Geschichte zum Reisanbau. Was für ein Gänsehautmoment. Wie er da so saß. Die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht, kaum noch Zähne und barfuß. Irgendwie wie aus dem Bilderbuch.

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Meine liebe Freundin Maja war letzten November auf Bali und teilt ihre Erlebnisse hier mit mir und mit dir! Alle Bilder stammen von ihr, bzw. ihrem Freund Daniel.

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