Die Bali-Rundreise – Part 3

Der Norden Balis

Nach diesen wundervollen Eindrücken von Ubud setzten wir unsere Reise fort. Nun ging es mit dem Transporter an die Nordküste von Bali – nach Lovina. Wir organisierten uns also wieder einen private driver for one day. „Mr. Free hug man“. Er hat sich ernsthaft so genannt. Ein cooler Typ. Plaudert wie so ein kleines Äffchen, aber was er erzählt. Wir bekamen einen Crashkurs zur balinesischen Kultur. Zusätzlich hielten wir an vier verschiedenen Orten an, um uns noch was Sehenswertes anzuschauen.

Man sammelt also tatsächlich den Kot der Katzen, um ihn anschließend zu filtern. Auf der Suche nach den Kaffeekirschen.

Erster Stop: Eine Kaffeplantage, die Kopi Luwak herstellt. Der ein oder andere kennt vielleicht diesen überteuerten Kaffee?! Es gibt auf Bali so eine Schleichkatzenart, die mit Vorliebe Kaffeekirschen isst. Wenn diese Früchte dann einmal durch den ihr Verdauungssystem wandern, erhalten sie, die Kaffeekirschen, darauf ein ganz besonderes Aroma. Das macht den Kaffee so besonders. Man sammelt also tatsächlich den Kot der Katzen, um ihn anschließend zu filtern. Auf der Suche nach den Kaffeekirschen. Diese werden dann gewaschen und leicht geröstet. Verrückte Angelegenheit.

31 Kopi Luwak Kaffee

30 verschiedene Gewürze auf der Kopi Luwak Keffeeplantage

Zweiter Stop: Ausblick über riesige Reisterrasse und der Vulkanlandschaft im Hintergrund. Darauf einen Papaya-Juice. Ich konnte mich an der Schönheit der Landschaft einfach nicht satt sehen.

32 Reisterrasse auf dem Weg nach Lovina

Javanesische Touristen haben gefragt, ob sie mit uns ein Foto machen dürfen. What?

Dritter Stop: Pura Ulun Danu Beratan. Achtung, Touristen Hot Spot! Und zwar handelt es sich hierbei um einen Tempel, der am (und eigentlich auch im) Wasser steht. Der anliegende See und die umliegenden Vulkane ergeben zusammen schon ein tolles Landschaftsbild. Dumm nur, dass es auch diesem Tag viel zu heiß und dürr war, sodass der Tempel eher auf dem „trockenem“ lag. Schon ein jämmerlicher Anblick, aber mit ein bisschen Phantasie denkt man sich das Wasser einfach dazu. Aufgrund des enormen Touristenstroms hatten wir an diesem Ort auch eine Begegnung der merkwürdigen Art. Javanesische Touristen (wie wir hinterher von unserem „free hug man“ erfuhren) haben gefragt, ob sie mit uns ein Foto machen dürfen. What? Die scheinen irgendwie die Attraktion des Ortes verfehlt zu haben, aber nein, tatsächlich stellten wir mit unser europäisch (und meiner besonders) weißen Haut für diese Leute eine Seltenheit dar. Auf dem indonesischen Java ist man wohl den internationalen Tourismus nicht so gewohnt wie auf Bali. War auf jeden Fall eine lustige Sache.

33 Im Park vom Pura Ulun Danu Beratan

34 Pura Ulun Danu Beratan

Vierter Stop: Git Git Wasserfall. Nach einer abenteuerlichen Autofahrt über die Bergketten gelangt man in dem gleichnamigen Ort Git Git, von dessen zentralem Parkplatz aus man den Wasserfall nach etwa 15 Minuten Fußmarsch erreicht. Zugegeben wahnsinnig groß ist er nicht, aber er liegt dafür schön idyllisch und ruhig, Mitten im Dschungel. Und wir hatten dazu echt Glück. Wir waren sogar fast völlig allein. Ob das an der Nebensaison und vielleicht auch an der Tageszeit lag (wir waren etwa 15 Uhr vor Ort)…keine Ahnung. Es war auf jeden Fall nach so einem erlebnisreichen Tag ein schöner Ausklang.

35 Git Git Wasserfall

36 Git Git Wasserfall

37 Schmetterling am Git Git Wasserfall

Am frühen Abend erreichten wir schließlich unsere dritte Unterkunft: Sartaya 2 bei Lovina. Von der Lage her ein absoluter Glücksgriff muss ich sagen. Die Bungalow-Hotel-Anlage war nur 3-5 Minuten Gehweg vom schwarzen Strand Lovinas entfernt.

43 am schwarzen Strand von Lovina

42 auf dem Weg zum Strand von Lovina

Und auch die verkehrsreiche Hauptstraße des Ortes lag etwas abseits. Im Vorfeld hatten wir uns bereits dazu entschlossen hier mehr zu entspannen. Effektiv waren zwei Tage eingeplant. Spontan haben wir uns sogar noch für einen Schnorchelausflug angemeldet. Das Angebot lief über das Hotel. Für 60 € pro Person war Equipment-Ausleihe, Transport und Verpflegung dabei. Und es hat sich gelohnt!! Für uns beide war es das erste Mal Schnorcheln überhaupt und ich glaube besser hätten wir es nicht haben können. Nach einer knapp 1 ½ stündigen Autofahrt erreichten wir im Westen von Bali eine Bootsanlegestelle. Dort stiegen wir mit insgesamt 6 weiteren Leuten in ein Speed-Boot und fuhren nach Menjangan. Das ist eine abgelegene Insel Balis, die mit zum Nationalpark gehört und demnach vom Tourismus relativ unberührt ist. Ohne einen Guide kommt man da nicht so ohne weiteres hin.

38 auf dem Weg nach Menjangan

39 am Strand von Menjangan mit Blick auf Java

40 die schönen Korallenriffe von Menjangan kann man schon erahnen

41 Bootsanlegestelle an Balis Nordküste

Es ist ein Abenteuer, es erfordert zugegeben auch etwas Mut, aber am Ende wird man einfach nur belohnt.

Die Korallenriffe sind noch komplett erhalten und sehr artenreich. Wunderschön. Und so viele verschiedene Fischleins! Hätte nie gedacht so was mal zu erleben. Ich kann es nur jeden ans Herz legen, der sowas noch nie gemacht hat. Es ist ein Abenteuer, es erfordert zugegeben auch etwas Mut, aber am Ende wird man einfach nur belohnt. Ich werde es auf jeden Fall nie vergessen.

Was jedoch sehr schade ist: Die Balinesen haben leider kein großes Umweltbewusstsein. Überall liegt vereinzelt Müll. An Straßen, am Strand und damit automatisch auch im Wasser. Besonders im Norden der Insel ist das zu beobachten. Auch das schöne Menjangan blieb nicht ganz unverschont. Das Müll von Balis Nordküste wurde auch bis hierher angeschwemmt. Zum Glück gibt es aber noch Menschen, die darin das Unheil sehen. So auch unsere Schnorchelguides, die wohl bei jedem Ausflug umliegenden Müll einsammeln.

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Meine liebe Freundin Maja war letzten November auf Bali und teilt ihre Erlebnisse hier mit mir und mit dir! Alle Bilder stammen von ihr, bzw. ihrem Freund Daniel.

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3 Comment

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  2. Ach bei diesen Fotos bekomme ich Fernweh! Ich liebe ja Bali, wir waren schon wieder viel zu lange nicht dort…
    Alles Liebe!
    Kathi

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