Die Bali-Rundreise – Part 4

Auf in den Osten!

So verlassen wir nun auch den Norden Balis und machen uns nun auf in den äußersten Osten – nach Ahmed. Rückblickend war Ahmed doch unser kleiner Liebling. Total idyllisch lag unser Bungalow vom SOKO Ahmed Beach unweit des schwarzen Strandes. Wir haben Dank der riesigen Fensterfont direkt von unserem Bett aus aufs Meer schauen können. Und im Rücken lag der höchste Vulkan Balis: Gunung Agung (3142 m). Wo hat man sowas schon?

48 Sonnenuntergang bei Ahmed mit dem Gunung Agung

Vom Bungalow aus konnten man den Ort wunderbar zu Fuß erkunden. Meistens am Strand entlang, vorbei an den unzähligen Fischerbooten. Danach erreichte man auch schon den Badestrand. Eine etwas steinige Angelegenheit. Man sollte beim rein- und rausgehen auf jeden Fall gut aufpassen.

45 am Strand von Ahmed

46 am  Strand von Ahmed mit dem Gunung Agung im Hintergrund

Schnorchelausrüstung wird auch hier an jeder Ecke zum Verleih angeboten. Auch wir griffen zu. Natürlich kann man das Schnorcheln hier nicht mit dem vor Menjangan vergleichen. Die Korallenriffe sind leider größtenteils zerstört. Aber dafür begegnet man farbenfrohen Fischarten.

Als Ausgleich zum chilligen Strandtag wollten wir aber auch noch mal einen Ausflug zu umliegenden Sehenswürdigkeiten unternehmen. Wir organisierten uns also wieder einen private driver, der uns etappenweise einen Tag durch die Gegend fuhr.
Erster Stop: der Wasserpalast Tirta Gangga!

49 Wasserpalast Tirta Gangga

50 Wasserpalast Tirta Gangga

51 im Garten von Tirta Gangga

52 im Garten von Tirta Gangga

Was für ein Spektakel. Sollte man nicht verpassen, wenn man schon mal im Osten Balis unterwegs ist. Wir waren von der gepflegten Anlage mehr als begeistert. Es handelt sich um einen Badeort, der von dem letzten König von Karangasem gebaut wurde. Die Balinesen glauben, dass das Wasser, das in diesem Ort eingeflossen ist, aus dem heiligen Fluss Ganges in Indien stammt. Demzufolge baden hier täglich die Einheimischen. Aber es ist halt viel mehr als ein simples Schwimmbad. Dazu gehören zusätzlich mehrere Teichanlagen mit Brunnen, zahlreichen Kois und Lotusblumen sowie im Wasser stehende Skulpturen. Bananenstauden, Falsche Paradiesvogelblumen und weitere exotischen Pflanzen findet man in den dazugehörigen Gartenanlagen. Alles verbunden mit Brückchen und liebevoll angelegten Wegen. Von einem kleinen Ausguck aus kann man sogar auf umliegende Reisterrassen schauen. Toll!

Zweiter Stop: Auf der Jala Batur Tengah, einer ewig langen Straße, die sich über die Bergketten Balis zieht (zwischen dem Gunung Batur und Agung), gibt es einen bekannten Aussichtspunkt. Von hier hat man einen hübschen Blick über den Lake Batur und dem gleichnamigen Vulkan.

53 Blick auf Mount und Lake Batur

Mount Batur soll sich auch wunderbar zum hiking eignen, aber auch hier gilt: Nicht auf eigne Faust, sondern immer nur mit einem Guide! Wir hatten uns sogar mal über so eine Hiking-Tour informiert. Aber letzten Endes scheiterte es an zwei Dingen: an der dafür nötigen Equipment und an den Startzeiten. Denn die Hiking-Touren auf dem Mount Batur sind meist mit Sonnenaufgangserlebnissen verbunden, sodass man sich mitten in der Nacht auf dem Weg macht. Da ist es also nicht nur zu Beginn deiner Tour stockdunkel, sondern auch bitter kalt.

Dritter Stop: Pura Besakih. Der Muttertempel der Balinesen. Ich weiß jetzt gar nicht so recht, ob ich euch das an der Stelle empfehlen oder lieber davon abraten soll. Dubios ist schon mal, dass du in jedem Fall eine „donation“ machen musst, um die heiligste aller heiligen Stätte Balis besuchen zu dürfen. Anhand der Höhe deiner Donation legen die zuständigen Leute fest, welchen Guide man bekommt (und wahrscheinlich auch den dazugehörigen Grad an wissenswerten Informationen zum Tempel selbst).

54 Pura Besakih

55 Pura Besakih

56 Pura Besakih

57 Pura Besakih

Im ersten Moment dachte ich „cool, das wird gut mit dem“.

Wir haben 200 000 IDR gespendet, also knapp 14 €. Für indonesische Verhältnisse schon ein nettes Sümmchen (und es gab Leute, die haben 800 000 IDR und noch mehr gespendet!). Uns begleitete ein älterer, humpelnder Mann. Im ersten Moment dachte ich „cool, das wird gut mit dem“. Dummerweise war sein Englisch grausig. Und ziemlich schnell stellte sich heraus, dass er immer nur das gleiche zu erzählen hatte. Zu Beginn hörte es sich noch vielversprechend an, denn er sprach von dem letzten Vulkanausbruch des hinter dem Pura Besakih liegenden Gunung Agung, im Jahr 1963, bei dem Teile des Tempelkomplexes zerstört wurden. Mittlerweile sind diese Bereiche aber wieder hergestellt. So weit so gut.

„Yesterday, it was full of people. Today, no people!“

Aber dann ging’s in Dauerschleife, egal, wo wir anhielten: „Yesterday, it was full of people. Today, no people!“ Ah ja, gut. Zufällig haben wir selber von unserem Bungalow aus die große Zeremonie am Strand mitbekommen, wo sich gefühlt das ganze Dorf zusammen gefunden hatte.

58 Neumondzeremonie am 11. November am Strand von Ahmed

59 Neumondzereminie am Strand von Ahmed

Später stellte sich heraus, dass die Balinesen am 11. November eine Neumond-Zeremonie abhalten. Und das nicht nur in Ahmed, sondern überall auf Bali und im ganz großen Rahmen natürlich am Muttertempel Pura Bekasih.

Keine Frage, der Pura Besakih ist eine prächtige Anlage und es hat auch was absolut Mythisches, wenn hinter dem Tempel, aus einer dicken Wolkenschicht heraus, der Gunung Agung hervorlugt. Doch wenn gefühlt an jeder Ecke (selbst innerhalb der Tempelanlage) Händler mit Getränken und Sonnenschirmchen locken, dann nimmt das dem Ganzen doch irgendwie komplett den Zauber. Echt schade!

Der Oberknaller war jedoch noch, als unser Guide „Ketut“ nach der Verabschiedung noch eine Weile um uns herum stand –offensichtlich mit der Absicht, Trinkgeld zu bekommen. Ich war dann echt schon so sauer, dass wir uns einfach dumm gestellt haben und das Gelände verließen. Das war mal wieder so ein typisches Beispiel von Geldabzocke. Aber man muss da hart bleiben. Man hat uns aber bereits im Vorfeld gewarnt.
Als wir mit unserem driver dann wieder Ahmed ansteuerten, machten wir unterwegs noch einen kurzen Stop an einer wunderschönen Reisterrasse. Da wurden die Gemüter wieder beruhigt!

60 Reisterrasse auf dem Weg nach Ahmed

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Meine liebe Freundin Maja war letzten November auf Bali und teilt ihre Erlebnisse hier mit mir und mit dir! Alle Bilder stammen von ihr, bzw. ihrem Freund Daniel.

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