Die Bali-Rundreise – Part 5

Nun blieben uns nur noch 3 Tage.

Auf zum letzten Stop unserer Bali-Rundreise. Ziel: Sanur. Nun sind wir also wieder im Süden angekommen. Wir bezogen das Hotel Nesa Sanur. Es hat eine super zentrale Lage. Die belebte Hauptstraße ist zwar nicht weit entfernt, aber im Hotelzimmer kriegst du vom Verkehr eher wenig mit. Sanur ist ein hübscher Badeort. Hier gibt es wieder weiße Sandstrände. Besonders toll fand ich die Fußgänger- und Fahrradpromenade, die parallel zum Strand verläuft. Hier herrscht buntes Treiben, aber nicht so wie in Kuta. Eher auf ruhige Art und Weise.

61 an der Strandpromenade in Sanur

63 idyllischer Strand von Sanur

64 idyllischer Strand von Sanur

65 idyllischer Strand von Sanur

66 idyllischer Strand von Sanur

Wir nannten es liebevoll Chill-out-Corner.

Man kann in dem Teil von Bali alle möglichen Wassersportarten ausprobieren. Vor allem Surfer sind hier gut aufgehoben. Tatsächlich gibt es hier nicht so viel an Sehenswürdigkeiten, und wenn dann spielt sich alles immer unweit des Strandes ab. Von vorne herein wollte ich aber unbedingt in das Le Mayeur Museum.

67 im Le Mayeur Museum Sanur

68 im Le Mayeur Museum Sanur

69 im Le Mayeur Museum Sanur

70 im Le Mayeur Museum Sanur

Adrien-Jean Le Mayeur ist ein belgischer Künstler, der Ende des 19. – Mitte des 20. Jahrhunderts lebte und die letzte Jahre seines Lebens auf Bali verbrachte. Dort lernte er auch seine Künstler-Frau, Ni Pollok, kennen. In dem Haus, in dem beide wohnten und arbeiten, befindet sich heute das Museum. Nahe des Strandes und inmitten einer kleinen Gartenoase gelegen. Voll schön und gepflegte. In teilweise sehr engen Räumen, in denen noch das einstige Wohnmobiliar steht, sind die insgesamt 80 Gemälde, meist im impressionistisch Stil, ausgestellt. Es befanden sich auch einige wenige Reproduktionen darunter, die man dummerweise immer sofort an dem extremen Blaustich erkannte… Insgesamt war ich doch sehr begeistert und kann es ruhigen Gewissens, (3 Euro Eintritt für zwei Personen) weiter empfehlen!

Von Sanur aus kann man auch zahlreiche Bootsausflüge zu den umliegenden Inseln unternehmen, z.B. nach Nusa Penida und den Gilis. Haben wir alles nicht gemacht. Stattdessen investierten wir 90 000 IDR (= knapp 6 €) in zwei Liegen und einen Sonnenschirm und genossen so ein paar Stunden am Strand. Dabei haben wir eine echt coole Ecke erwischt. Wir nannten es liebevoll Chill-out-Corner. Das war wie so ein kleines Areal, wo sich eine Cocktail- und Imbissbude an die Nächste reihte. Aber alles so „hip“ und frisch zubereitet. Und die brachten einem das dann sogar noch direkt zur Strandliege. Total genial. Da haben wir schön zugeschlagen. Wir bestellten uns insgesamt 4 tropical drinks sowie chicken sandwich und chicken wrap. Suuuper lecker.

Apropos zugeschlagen: In Bali kannst du ja an jeder Ecke eine Massage bekommen. Für 100 000 IDR (6,70 €) haben wir uns zu zweit jeweils eine Stunde Fußmassage gegönnt! Kann man mal machen. Abschließend möchte ich euch für Sanur eine Restaurant ganz besonders empfehlen: Einfach in der Jala Danau Tambligan nach dem Downtown Ausschau halten. Wir haben dort drei Mal gegessen, weil es so lecker war!!!

Aber wenigstens einmal, wenn auch nur kurz, wollten wir uns das wilde Verkehrschaos von Denpasar, der Hauptstadt Balis, antun. Vierspurige Fahrbahn in jede Richtung. Gibt’s also nicht nur an der Champs-Elysées in Paris. Das Bali-Museum ist ganz nett, wenn man mal einen kleinen Einblick in die traditionelle Handwerkskunst erhalten will.

71 im Bali-Museum in Denpasar

72 im Bali-Museum in Denpasar

73 Basar in Denpasar

Von den hoch angepriesenen Basarpalästen – Pasar Badung – war ich dagegen leider weniger begeistert. Es stank so eklig. Keine Ahnung, woher überhaupt der Geruch kam. Es war aber auch überall dreckig. Und im Fluss, der die Basare von einander trennte, fischte einer mitten im Müll seine Fische. Pfui! Und dann noch die Hitze. Ich hielt es jedenfalls kaum aus. Wie es aber der Zufall so wollte, gerieten wir Punkt 13 Uhr in eine öffentliche Zeremonie, der die Hauptstraßen der Stadt kurze Zeit völlig lahm legte.

74 Straßenzeremonie in Denpasar

Es schien eine Art Beerdigung gewesen zu sein. Es wurde zumindest das Foto eines Mannes gezeigt. Das ist aber auch das Besondere am Hinduismus, zu dessen Religion sich knapp 90 % der Balinesen bekennen. Man glaubt hier an eine Reinkarnation. Der Tod bedeutet hier also nicht das Ende, sondern es ist nur Teil eines ewigen Kreislaufes. Daher werden Beerdigungen genauso fröhlich wie Geburtstage gefeiert. Faszinierend!

Kultur, Religion, Naturschauspiele und das freundliche Wesen der Einwohner haben Bali für mich zu einer unvergesslichen Reise gemacht. Ich hab so viel gesehen, gelernt und entdeckt. Jetzt will ich mehr von Asien sehen. Bali war der perfekte Einstieg!

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Meine liebe Freundin Maja war letzten November auf Bali und teilt ihre Erlebnisse hier mit mir und mit dir! Alle Bilder stammen von ihr, bzw. ihrem Freund Daniel.

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2 Comment

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  2. Sehr interessant geschrieben! Wenn du reisen so gern, vielleich brauchst du einen Wohnwagen? Hier gibt es etwas: http://www.alle-lkw.de/

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