Rezension – Das Atelier in Paris von Guilliome Musso

Kategorien Books

Werbung. Dieser Post beinhaltet Affiliate Links.

Ich bekam freundlicherweise dieses Buch zugeschickt, weil mich der Titel und die Inhaltsangabe riesig interessiert haben. Das Buch war meine Sommerlektüre und ich kann kurz und knapp sagen: Ich habe es sehr genossen.

Auf dem Balkon lesend, oder im Freibad, habe ich mich mit Madeline und Gaspard durch Paris und New York gekämpft, durch Malerei und Kriminalität. Aber zuerst einmal der Klappentext:

Auf den Spuren eines geheimnisvollen Künstlers und eines grausamen Verbrechens

Ein kleines Atelier mitten in Paris: Hier hat sich die Londoner Polizistin Madeline eingemietet, um nach einer schweren Krise zur Ruhe zu kommen. Doch plötzlich sieht sie sich Gaspard gegenüber, einem mürrischen amerikanischen Schriftsteller. Offenbar gab es einen Irrtum, denn auch er hat das Atelier gemietet, um ungestört schreiben zu können. Der Ärger legt sich, als die beiden erkennen, an welch besonderen Ort sie geraten sind: Das Atelier gehörte einst einem gefeierten Maler. Von ihm sollen aber nur noch drei Gemälde existieren, alle drei verschollen und unermesslich wertvoll. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach den Bildern – und stoßen auf eine Botschaft, die über Leben und Tod entscheidet.

Ich würde dem Buch 4 von 5 Sternen geben. Ich hatte ziemlich Spaß an der Lektüre und auch, wenn mir einiges nicht so gefällt (dazu gleich mehr), habe ich doch oft über den Text nachgedacht und auch anderen davon erzählt. Deswegen ist es eine angenehme Lektüre gewesen.

Spoiler!

Zu Beginn war ich verwirrt, weil das Eingangskapitel so gar keinen Sinn ergab. Später versuchte ich die Puzzleteile zusammen zu setzen und irgendwie funktionierte das dann am Ende auch, aber komisch ist es dennoch. So ganz aus dem Zusammenhang gerissen.

Ich mochte es sehr, dass vor jedem Kapitel Zitate stehen. Das lässt mich immer etwas nachdenken und evtl. sogar weiter recherchieren, wenn ich etwas interessant finde. Was mich dagegen sehr gestört hat, war der Fakt, dass beide Personen im Buch ständig Zitate so akkurat auswendig konnten. Zu fast jedem Thema. Das kam mir leider sehr „extra“ und „ausgedacht“ daher. „Ja, beide Figuren sind total schlau!“ – Ja mag ja sein, aber beide haben auch ihre Expertise. Eine ist Polizistin, der andere Theaterautor. Das war etwas nervig. Die Personen an sich hatten ja definitiv auch ihre „flaws“ aber ich hätte mir gewünscht, dass auch sowas dazu gehört. „Da hat doch mal jemand gesagt, sowas von wegen blabla“ und nicht so akkurate wiedergaben der Zitate. Nun ja.

Großen Spaß bereitet hat mir die ganze Szenerie in Paris. Die Sache mit dem Atelier, den Gemälden, die irgendwo noch sein sollen und den Fragen der beiden Hauptpersonen an die Leute, die den Maler Sean Lorenz kannten. Das war mega spannend, jeweils neue Informationen zu dem Mysterium herauszufinden. Und mein Kunsthistoriker-Herz schlug da eh auch höher.

Dass die Story dann von verschwundenen Bildern zu einem verschwundenen, noch lebenden Kind überging, war leider weniger mein Geschmack. Zumal es sich so anfühlt, als ob es einige lose Enden gibt, die nicht mehr wirklich verwoben wurden.

Und dann dieses Ende, was meiner Meinung nach, leider keinen Sinn ergibt. Madeline und Gaspard konnten sich das ganze Buch über nicht wirklich leiden. Beide hatten viele Probleme mit sich selbst (Gaspard mit dem Trinken und Madeline mit ihrer Krise und der Kinderkriegen-Sache), zu viel, als dass sie den Gegenüber noch gut unter Betracht nehmen könnten. Zumal ihr ganzes Denken ja auch Lorenz gerichtet war. Dass am Ende dann beide zusammen (!) sind und sich um das Kind kümmern? Eine Familie sind? Zumal: Die finden einfach ein Kind und behalten es?! Das ist so… ich weiß auch nicht. Madeline wollte ja auch eins, ist klar, aber Gaspard? Das war etwas zu sehr „Ende gut, alles gut“ für meinen Geschmack.

Das klingt alles so negativ, aber wenn einem etwas gefällt, dann sucht man auch nach Kleinigkeiten, die man kritisieren kann :D Ich bleibe bei 4 Sternen von 5 und denke, für Krimifans ist der Roman definitiv ein tolles Ding, da sich so viele Sachen verstricken und man miträtseln kann und mitfiebert, welche neue Information nun herausgefunden wird.

Kennt ihr den Roman? Kennt ihr andere von Musso? Ich würde ja gern mal Vierundzwanzig Stunden von ihm lesen. :D Schreibt mir auf Twitter!

* Links sind Affiliate Links