Projekt Declutter your Life! – Aufräumen mit Konmari

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Aufräumen ist ja immer so eine Sache. Man denkt immer: ja, ich müsste mal. Manchmal setzt man sich auch hin und fängt an einem Schrank an und nach zwei Stunden hat man die Hälfte geschafft und keine Lust mehr. Also doch wieder alles rein räumen.

Manchmal überkommt mich so eine Putzwut. Und beim Putzen merke ich dann: orrr, ich hab viel zu viele Sachen! Lustigerweise bin ich am selben Tag bei meiner lieben Karo über die Konmari-Methode gestolpert. Ich will gar nicht lange erklären, was das ist, ihr könnt es hier, hier und hier lesen und angucken.

Ich habe das Buch von Marie nicht, aber wenn ihr daran Interesse habt, könnt ihr es euch hier mal ansehen.

Natürlich habe auch ich, wie alle anderen, viel zu viel Kram, von allem! Und weniger haben wollte ich schon lange. Da ist das Putzen dann auch einfacher. Doch einfach nur vorm Schrank stehen und Sachen rausnehmen funktioniert halt irgendwie nicht. Deswegen probiere ich jetzt die Konmari Methode aus und starte mein eigenes Projekt: Declutter your Life!

Ich habe mir quasi meine eigene Liste zusammen gestellt. Sie beinhaltet 9 (evtl. 10) Phasen:

1. Klamotten (+ Schuhe, Accessoires, Taschen, Wintersachen)
2. Bücher + DVDs
3. Dokumente
4. Schreibkram/Büroartikel/Handwerkszeug
5. Craftzeug (Malen, Nähen, Stricken, Häkeln)
6. Badkram
7. Küchenkram
8. Misc. (ua. Weihnachtszeug, Kerzen, Deko, usw)
9. Sentimentaler Kram (Erinnerungen, Poster, Kuscheltiere, usw)

(evtl. 10. Digitales)

Ich war ganz aufgeregt, als ich die Liste erstellte und habe im Kopf sogar schon aussortiert. Aber eins nach dem anderen. Marie sagt eigentlich, man sollte eher nach Kategorien als nach Räumen durchgehen. Aber bei Küche und Bad ist der Raum ja schon die Kategorie, finde ich.

1. Klamotten

Mit dem Größten fängt man an. Die Kleidung. Die Konmari Methode sagt, man solle ALLE Kleidung, egal wo sie verstaut ist, komplett in die Mitte des Zimmers legen, auf einen Haufen. Das soll zeigen, wie viel man eigentlich besitzt. Und oh man, ich besitze eine ganze Menge.

(Auf dem Foto fehlen noch die Wintersachen, die Schuhe sind im Flur)

Dann soll man jedes Teil einzeln in die Hand nehmen und überlegen, ob es einem Freude bringt. Bei Klamotten ist das eher: Zieh ich das noch an? Wichtig ist hierbei aber: kein vielleicht! Und kein “Aber wenn…”. Sortiert radikal aus! Klar kann man das gruselige Shirt noch für die Halloween Party aufheben, oder die Kuhfleckenhose für die Bad Taste Party. Kann ja immer mal kommen. Aber das ist dieses “Wenn dann mal…”. Das ist Schwachsinn! Man sollte keine Sachen horten für ein Event, was VIELLEICHT mal IRGENDWANN sein KÖNNTE. Und dann? liegt es wieder ewig im Schrank? Sinnlos! Es nimmt Platz weg und macht vielleicht noch ein schlechtes Gewissen. Wenn die Bad Taste Party dann mal kommt, wird dir schon was einfallen. Ansonsten kauft man eben was. Das gleiche Prinzip kann man übrigens für viele andere Gegenstände in der Wohnung auch anwenden ;)

Ich brauchte einen ganzen Tag zum Aussortieren und habe am Ende 10 Tüten mit Klamotten zum Weggeben und eine zum Verkaufen. Und trotzdem liegt da noch ein ganzer Berg Klamotten in meinem Schlafzimmer. Komisch.

Die 10 Tüten gebe ich übrigens zu H&M. Dort wird es recycled und wieder verwertet. Und ich bekomme dafür einen 15% Coupon ;)

Eine Ausnahme habe ich gemacht: die Hosen. Bei den Hosen musste ich noch eine Anprobierrunde einschieben. Ich denke immer, ich habe keine Jeans mehr. Plötzlich lagen da 6 Jeans. Huch. Genau für sowas muss man alles einfach mal rausnehmen und anfassen. Von den Hosen habe ich aussortiert und einige in Shorts verwandelt. Besser als neu kaufen ;)

Dann kam der schwierige Teil: mit neuer Ordnung und neuer Falttechnik in den Schrank einsortieren.

Ich hatte erst das Gefühl, in meinen Schrank passt gar nix mehr rein. Alles sah so viel aus, obwohl ich doch Tonnen aussortiert hatte! Ohje. Aber im Grunde liegt das nur daran, dass ich ALLES auf einen Blick sehen will und nichts versteckt sein soll. Dadurch geht ein bisschen Platz flöten. Aber es passt alles rein und auch noch mehr. Also ist doch einiges weggeflogen.

Die Falttechniken kann man hier sehr gut nachvollziehen. Ansonsten seht euch einfach Videos an. An sich ist das Prinzip: am Ende muss ein Rechteck herauskommen. Und immer in die Mitte falten und dann auf die Enden stellen. Und es funktioniert! Auch wenn man ein bisschen die Technik variiert und einfach faltet wie es geht (so wie ich das oft gemacht habe). Am Ende kommt ein kleines rechteckiges sauberes Paket heraus, welches auch noch von alleine stehen kann. Faszinierend.

Das Falten hat mit der Zeit richtig Spaß gemacht, allerdings raubte es unglaublich viel Zeit. Einiges musste ich auf den nächsten Tag verschieben (die Kleider aufhängen zB.)

Jetzt bleibt mir noch ein bisschen Krimskrams (Gürtel zB…) und dann bin ich mit den Klamotten komplett fertig. Mein Schrank sieht hübsch aus, ich kann alles sehen und ich bin eine Menge losgeworden.

Was habe ich gelernt?

– Man besitzt unglaublich viel, was einem echt nicht so bewusst ist.
– Ich brauche keine neuen Jeans, keine neuen Röcke, keine neuen Kleider, keine neuen Shirts. Wenn ich etwas neues kaufe, dann nur um etwas altes zu ersetzen!
– Weniger ist wirklich mehr. Ich hab so viel vergessen. Ach, ich hatte so ein Shirt? Das ist perfekt für den nächsten Urlaub! Und: alles auf einen Blick zu haben, hilft dabei ebenfalls.
– Falten kann Spaß machen!
– Wegwerfen ist Befreiend. Auch wenn es Erinnerungen sind. Einige Kleidungsstücke haben mich an tolle Zeiten erinnert. Aber anziehen würde ich sie nicht mehr. Ich habe gelächelt, als ich sie in den Händen hielt, und dann trotzdem in die Tüte gestopft. Man soll ja nicht in der Vergangenheit leben.

Was kommt als nächstes?

– Zwei Tüten sind schon bei H&M. Die restlichen 8 müssen da auch noch hin.
– Schuhe entsorgen!
– noch gute oder neuwertige Sachen verkaufen.

Und dann auf zu Phase 2: Bücher und DVDs.